Welcher Wein passt zu Pasta Carbonara?
Kurze Antwort
Zu Spaghetti alla Carbonara passt am besten ein mittelkräftiger italienischer Weißwein mit guter Säure: ein Frascati Superiore, ein Greco di Tufo oder ein Verdicchio dei Castelli di Jesi Riserva aus den Marken.
Ausführliche Antwort
Die echte römische Carbonara enthält weder Sahne noch Knoblauch: Sie besteht aus Guanciale (luftgetrockneter Schweinebacke), Eigelb, Pecorino Romano DOP und schwarzem Pfeffer Tellicherry. Die Eigelbmasse emulgiert mit dem heißen Pastawasser und dem ausgelassenen Schweinefett zu einer cremigen Sauce mit hohem Umami-Gehalt. Der Frascati Superiore DOCG aus den Castelli Romani, ein Verschnitt aus Malvasia di Candia und Trebbiano Toscano auf vulkanischen Tuffböden, liefert mit 12 bis 13 % Alkohol und einer zurückhaltenden Aromatik einen präzisen Kontrapunkt. Weingüter wie Castel de Paolis oder Villa Simone zeigen hier das technische Niveau der modernen DOCG.
Ein Greco di Tufo DOCG aus Kampanien, angebaut auf Schwefelböden um den Ort Tufo in der Provinz Avellino, bietet eine kräftigere Alternative. Die autochthone Rebsorte Greco (bereits von den Griechen im 8. Jahrhundert v. Chr. eingeführt) entwickelt Noten von grünem Apfel, Birne und einer salzigen, fast schwefligen Mineralität, die die Salzigkeit des Pecorino Romano und den Pfeffer der Carbonara spiegelt. Mastroberardino gilt als historischer Referenzbetrieb.
Wenig bekannt: Der Verdicchio Riserva aus Castelli di Jesi DOCG aus den Marken altert erstaunlich gut. Bei Weingütern wie Bucci oder Villa Bucci kann ein Verdicchio aus dem Lagenparadigma Villa Bucci 15 bis 20 Jahre reifen und entwickelt dann Noten von Honig, geröstetem Mandel und Kamille. Diese tertiäre Aromatik ergänzt die Reifenoten des Pecorino Stagionato perfekt und verleiht dem Gericht eine unerwartete Tiefe.